Heilpraktiker Michael Jobst
 

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Pillen oder Pendeln - Was ist dran an der Naturheilkunde?

Pillen oder Pendeln - Was ist dran an der Naturheilkunde?

Ein Interview mit Heilpraktiker Michael Jobst

I.: Herr Jobst, angenommen Sie wären krank. Zu wem würden Sie gehen? Arzt oder Heilpraktiker?

M.J.: Zu dem, der mir bei meiner speziellen Krankheit helfen kann. Bei schwierigeren Erkrankungen würde ich grundsätzlich mehrere Meinungen einholen.

I.: Also würden Sie als Heilpraktiker auch der Schulmedizin vertrauen?

M.J.: Ja - warum nicht?

I.: Schulmedizin und Naturheilkunde stehen ja oft im Widerstreit.

M.J.: Das sehe ich nicht so. Im Streit stehen Menschen mit Ihren Meinungen. Und wo Differenzen gesehen werden, versucht jede Seite ihre Position zu stärken und die Gegenseite zu schwächen.
Oft wird dabei jedoch der Patient aus den Augen verloren. In erster Linie geht es doch darum, dem Patienten zu helfen - und dafür muss die geeignete Therapie gefunden werden, ob nun schulmedizinisch oder naturheilkundlich.

I.: Sie plädieren also für mehr Kooperation zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde?

M.J.: Auf jeden Fall. Von Kooperation profitieren beide Seiten und letzten Endes vor allem die Patienten.

I.: Die Schulmedizin wirft Naturheilkundlern ja oft Scharlatanerie vor - was sagen Sie dazu.

M.J.: Da wird die Schulmedizin auch manchmal Recht haben. Aber schwarze Schafe gibt es auch auf Seiten der Schulmedizin genauso wie in jedem anderen Beruf.

I.: Das ist ja eine für einen Heilpraktiker eher ungewöhnliche Meinung.

M.J.: Wie ich schon sagte - ich halte wenig davon nur aufgrund einer "Standeszugehörigkeit" Position zu beziehen. Ich bin grundsätzlich eher von der Wissenschaft überzeugt, als von dem Glauben an irgendetwas Unbekanntes. Vielleicht liegt das auch an meiner sportwissenschaftlichen Ausbildung. Andererseits weiß ich, wie jeder Wissenschaftler auch, das manche Dinge einfach nur noch nicht genau bewiesen sind.

I.: Was raten Sie Patienten - Arzt oder Heilpraktiker?

M.J.: Das hängt mit der Art der Erkrankung zusammen. Prinzipiel dasselbe was ich auch tun würde. Informieren Sie sich bei verschiedenen Fachleuten, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und glauben Sie keinem der Ihnen das Blaue vom Himmel verspricht. Egal ob Arzt oder Heilpraktiker. Letzen Endes hat die Wahl des Therapeuten auch viel mit Vertrauen zu tun.

I.: Vielen Dank für das Gespräch.

M.J.: Ich habe zu danken.

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Woher weiß ich, ob ich mit meiner Erkrankung bei Ihnen richtig bin?

Wenn Sie sich unsicher sind, ob ich Ihnen mit meinen Therapien weiterhelfen kann, vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch. Dann kann ich Ihnen mit Sicherheit sagen, ob eine Behandlung mit den hier angebotenen Therapien sinnvoll ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kann ich Ihnen gerne andere Therapueten empfehlen. 

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Muss ich andere Behandlungen abbrechen, wenn ich zu Ihnen komme?

"Müssen" müssen Sie gar nichts! Bereits laufende Behandlungen sollen Sie ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten keinesfalls abbrechen.
Außerdem stehen sich eine schulmedizinische und naturheilkundliche Therapie keinesfalls ausschließend gegenüber. Meine Therapien lassen sich in den allermeisten Fällen problemlos integrieren.
Den besten Weg, ihre Therapie durchzuführen, kann ich natürlich nur in einer individuellen Beratung geben.

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Was kostet eine Behandlung?

Die kosten einer Behandlung richten sich nach der Art und Dauer der Therapie. Wir erstellen vor Beginn der Behandlung einen Heilkostenplan. Die erste Beratung ist grundsätzlich kostenlos. 

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Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Private Krankenkassen übernehmen i. d. R. die Kosten. Gesetzlich Versicherte können nur bei Abschluss einer Heilpraktikerzusatzversicherung mit einer übernahme der Kosten rechnen.

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Muss ich an die Behandlung glauben, damit Sie wirkt?

Nein. Die Therapien in meiner Praxis haben nichts mit Geistheilung, Handauflegen, Glaubensrichtungen oder der gleichen zu tun.  

 
© 2009 Michael Jobst